Als Deutsche liegt uns das Brotessen im Allgemeinen sehr am Herzen. Es ist praktisch ein wunderbarer Snack für unterwegs, schmeckt prima, ist schnell belegt und es macht satt. Wir sind damit groß geworden und es wurde uns immer erzählt, wie gesund und großartig Brot doch für unsere Gesundheit sei.

Nun liegen diese Zeiten schon Jahrzehnte zurück und inzwischen haben wir viele andere Stimmen vernommen, welche uns nun vor dem Brotverzehr warnen und ihm – nicht ganz zu Unrecht- viele Stoffwechselerkrankungen zuschreiben.
Ich habe auch- schweren Herzens – den Brotkonsum auf ein absolutes Minimum herunter gefahren und esse eigentlich wenn, dann gelegentlich einmal eine Scheibe Roggen-Sauerteig oder Roggenvollkorn Brot. Doch auch diese köstliche Variante enthält das für mich schlecht verträgliche Gluten Klebeeiweiß.

Seitdem bin ich auf die Suche nach wirklich gesunden und gut essbaren Alternativen. Das Experimentieren macht mir Spaß, besonders, wenn es Ergebnisse liefert, die tatsächlich gut schmecken und welche auch meine Familie annehmen kann. Meine Kinder sind nämlich meine größten Kritiker.
Ein Brot zu backen aus Getreide, welches kein Gluten enthält ist nicht so leicht. Es will normaler Weise einfach nicht zusammenhalten und bröselt gern.
Hier kommt nun eine Variante, welche aus vorgekeimten Buchweizen und Quinoa Samen gemacht ist. Warum gekeimt? Es wird dadurch nicht mehr säurebildend und sehr viel bekömmlicher. Darüber kannst du gern hier noch mehr lesen:

http://gesundwege.com/warum-einweichen-den-entscheidenden-unterschied-macht/

Ich gestehe, ich habe mir nicht vorstellen können, daß es überhaupt funktioniert, die feuchten Keime der (Pseudo-) Getreidesorten zu verwerten, ohne sie vorher noch einmal zu trocknen und zu mahlen. Doch dann dachte ich mir, beim Teig herstellen fügt man ja auch wieder Wasser hinzu. Also testete ich es. Weil die Keime nicht sehr viel Aroma haben, gab ich meinem Versuch noch einige würzige Löwenzahnblätter dazu. Das Ergebnis kann sich echt sehen lassen und ist mit einem gut gewürzten Hummus, einer feinen Pesto oder einem anderen – gern auch veganen – Aufstrich bestrichen überraschend schmackhaft und…es sieht wirklich „brotig „ aus ;-). Die braune Farbe kommt übrigens vom Leinsamen.

Hier nun mein Ergebnis:

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Was du brauchst:

300g gekeimter Buchweizen (1Tag eingeweicht, gespült und abgetropft)
300g gekeimter Quinoa (1Tag eingeweicht, gespült und abgetropft)
100g Leinsamen (2Tage in 150ml Wasser eingeweicht, mit dem Schleim verwendet)
150ml Pflanzenmilch (ich habe Mandelmilch genommen, es geht auch Reismilch)
1 Tl. Steinsalz
1 Tl. Natriumbicarbonat
1 Handvoll Löwenzahnblätter (oder ein anderes Kraut wie Brennnessel, Beinwell, Giersch)
1 El. Brennnesselsamen
Ich habe dem Teig auch noch Brennnesselsamen hinzugefügt. Er schmeckt nußig, würzig und gibt dem Brot noch eine zusätzliche Note.

So wird`s gemacht:

Alle Zutaten gebe ich in den Vitamix und fertige daraus einen Brei. Ich benutze das Programm „Eiszubereitung“ und nehme den Stopfer zu Hilfe. Alternativ kannst du den Anfang in einem anderen Mixer machen und dann mit einem Stabmixer oder einem Handmixer mit Knetstangen den Rest erledigen. Oder du benutzt eine Küchenmaschine oder Thermomix, es gibt viele Varianten, den Teig herzustellen. Ich fügte noch 1gehäuften El. (gemahlenen) Brennnesselsamen hinzu (siehe Foto).

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Nun gibst du ihn auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech. Ich habe einige kleinere Laibe geformt, weil sie besser durchzubacken sind.
Die Backröhre auf 160 Grad Hitze einstellen und 50-60min backen, auskühlen lassen, schneiden, belegen und genießen.

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Guten Appetit!

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Über die Autorin:

Ich stehe für die Kraft der Liebe zum Ursprünglichen und Natürlichen und für die Wichtigkeit von einer starken Beziehung zu sich selbst, zu den Menschen, die man liebt und zu unserer Mutter Natur. Als Fachberaterin für holistische Gesundheit und Kräuterkundige freue ich mich von ganzen Herzen, Menschen auf ihrem Weg zu einer ganzheitlich natürlichen Lebensweise zu unterstützen.