Wir lebten viele Jahre im wunderschönen Berner Oberland der Schweiz. Es ist ein traumhafter Ort, wo viele Menschen gerne Urlaub machen, leider aber auch ein ziemlich starkes Zeckengebiet. Da auch Katzen mit Freilauf bei uns leben, blieb es nicht aus, daß wir hin und wieder mit Zecken in Berührung kamen. Und auch ich selbst bekam manches Mal eine ab auf meinen regelmäßigen Touren durch die nahen Wälder.

Ich machte deshalb kein Drama, entfernte die Tiere vorsichtig mit der Zeckenzange und behandelte die Stellen mit Kokosöl. Doch eines Tages entdeckte ich einen roten Ring an meinem Bein, der sich über Tage ausweitete. Nach einer Woche zog er sich um mein Bein herum und wanderte nach oben- ein zweiter abwärts. Eine Blutuntersuchung und der Arzt bestätigten meinen Verdacht: ich war Borreliose infiziert.

Ich wusste innerlich nur: für mich keine Antibiotika!

Mit der Diagnose wuchs meine Angst, schwer zu erkranken und vielleicht nie mehr gesund zu werden. Man wollte mir zunächst eine dreiwöchige Antibiotika Therapie verordnen aber ich lehnte sie ab. In den wüstesten Bildern wurden mir die Konsequenzen meines Handelns beschrieben und sicher ist auch vieles wahr daran. Doch meine Angst vor den Auswirkungen der wochenlangen, vielleicht sogar Monate langen Antibiotika Therapie und der weniger als 50%igen Erfolgsaussichten einer solchen Maßnahme gaben mir das nötige Rüstzeug zu meiner Entscheidung, es alternativ anzugehen.
Zuerst besorgte ich mir sämtliche Literatur, die ich bekommen konnte und las. Dann recherchierte ich intensiv, tagelang im Internet, sammelte Informationen, las Erfahrungsberichte, Ärzte-und Heilpraktiker Meinungen und Studien.
Mir war sehr oft schlecht, ich hatte ständige Energie-Abfälle, Kopfschmerzen, mein Hüftgelenk schmerzte und ich hatte Schweiß Attacken. Mein Körper kämpfte und ich spürte diesen Kampf. Ich wusste, ich musste mich beeilen und mir einen Plan machen.

Ich rüstete mich wie zu einem Feldzug

Zuerst machte ich eine Darmreinigungskur mit Bentonit und Einläufen, um mich von Darmgiften zu befreien.
Ich trank täglich einen Liter Zistrosentee, nahm 3x täglich Propolis Urtinktur und steigernd Karde Urtinktur ein. Propolis wechselte ich mit Mariendisteltinktur ab. Ich ernährte mich täglich für die erste Hälfte des Tages nur noch von grünen Wildkräuter-Smoothies mit Blütenpollen und Gerstengrasssaft. Abends nahm ich Pfannengemüse in Kokosöl gebraten, strich dauerhaft alle Weizen-und zuckerhaltigen Nahrungsmittel und reduzierte den Konsum von tierischem Eiweiß (ich esse hauptsächlich vegan aber ich liebe Eier von glücklichen Hühnern) auf ein Minimum.
Trotz meiner Energie-Defizite zwang ich mich, mindestens eine Stunde täglich im zügigen Tempo die sanften Hügel entlang den Wanderwegen zu walken und sammelte mir die Kräuter für mein tägliches Frühstück. Löwenzahn, Klee, Schafgarbe, Wegerich und Gundermann, Taubnesselblüten, Guter Heinrich und Gänseblümchen gehörten zu meinen Favoriten. Doch manchmal kam ich vor Schmerzen, die beim Laufen plötzlich auftraten, kaum noch nach Hause ohne zu hinken.
Ich unterstützte meinen Stoffwechsel weiter und startete mit der Einnahme von „Padma 28“ Ein Monat verging, die Streifen wurden breiter und blasser aber sie wanderten weiter, hatten schon meine Fußfessel und meinen Oberschenkel erreicht.

Die Krankheit setzte noch eins drauf

Die nächtlichen Schweißausbrüche wurden weniger aber ich konnte trotzdem nicht gut schlafen, lag jede Nacht stundenlang wach und versuchte ruhig und zuversichtlich zu bleiben. Folglich schleppte ich mich durch die Tage, war oft lustlos, deprimiert und reizbar. Ich las, daß Saunagänge einen positiven Effekt in der Borreliose Therapie haben. So intensivierte ich meine Saunagänge, obwohl es Sommer war. Meine Nahrung ergänzte ich mit Spirulina-und Chlorella Algen, sowie einem Vitamin B Komplex Präparat und einem Mineralstoff Komplex (Sango Koralle).
Eines Morgens erwachte ich mit großem Schwindel, der für mehrere Wochen blieb. Mir ging es zu keiner Zeit mehr besser und der Schwindel war ein echter Tiefschlag, der mich zermürbte. Selbst in der Nacht, wenn ich erwachte, war mir schlecht vor Schwindel und so fürchtete ich, die Erkrankung geht in die nächste Phase.

Meditieren setzt starke Kräfte frei

Um meinen Gemütszustand zu verbessern erlernte ich verschiedene Meditationstechniken, machte einen Quantenheilungs- Selbstlernkurs und machte täglich meine Übungen. Jede Nacht, wenn ich aufwachte, hörte ich meine geführte Lieblings-Meditation an „ Die Reise zum Licht“. Diese Meditation war ein wahrer Segen für meine angespannte Situation und verwandelte meine inneren Kämpfe in Vertrauen, Frieden und Liebe.
In dieser Zeit des intensiven Auseinandersetzens mit der Krankheit war ich gezwungen, meinen Alltag umzuorganisieren, denn das, was ich an Energie mobilisieren konnte, sollte meiner Heilung dienen. Für mich keine leichte Aufgabe, denn mir fiel es noch nie leicht, um Hilfe zu bitten. Doch mein Partner und die Kinder halfen auf ihre Weise sehr, daß ich mich mehr um mich kümmern konnte.

Ein Neuphyt ergänzte meine Bemühungen

Auf meinen Wanderungen fand ich auch den Neophyten Japanischer Knöterich. Ich erinnerte mich an ein Interview von Wolf Dieter Storl (er war selbst auch an Borreliose erkrankt), daß es möglicher Weise einen Grund gibt, warum diese vitale und starke Pflanze sich so sehr in unserer Nähe ausbreitet. Wie so oft erscheint bei bestimmten Krankheiten auch schnell das passende Heilkraut in der Umgebung. Wenn man wachsam und offen genug ist, muss man es nur erkennen und diese Kraft für sich nutzen. So recherchierte ich über die Verwendungsmöglichkeiten dieser Pflanze und grub mir einige Rizome aus. Diese setzte ich in einen extragroßen Kübel und verwendete die Wurzeln in getrockneter Form als Pulver in meiner Selbsttherapie. In Japan nutzt man seit Jahrhunderten ihre Kräfte und die Menschen dort sind traditionell sehr gesundheitsbewußt und langlebig.

Wegen des Schwindels besuchte ich einige Male einen befreundeten Osteopathen. Nach seinen Behandlungen ging es mir ein klein wenig besser.

Spürbare Besserung kam, als der Schwindel verschwand

Der Schwindel blieb ungefähr für zwei Monate. Als er dann doch endlich verschwand, ging es mir sofort deutlich besser. Meine täglichen kleinen Wanderungen wurden auch schwungvoller. Ich entfernte mich nun voller Zuversicht und Vertrauen immer weiter von meinem Haus ohne Angst, wieder durch plötzliche extreme Schmerzen ausgebremst zu werden. Ich spürte, ich erholte mich… endlich!
Nach vier Monaten konnte ich die Streifen nicht mehr sehen. Sie waren verschwunden, doch die Gelenkschmerzen brauchten etwas länger. Sie traten jedoch immer seltener und für kürzere Zeit auf. Ich war jedoch voller Freude und Begeisterung!
Nach weiteren zwei Monaten ging es mir wieder sehr gut. Ich hatte nun auch meine Einnahmen reduziert und nahm nur noch Karde Tinktur, Sango Koralle und trank meinen Zistrosen Tee weiterhin.
Auch den grünen Smoothie trinke ich bis heute jeden Morgen und versuche bis gegen zwei Uhr mittags bei Rohkost zu bleiben. Alle anderen Dauer-Einnahmen stoppte ich nach und nach.
Ein Jahr nach der Diagnose ging ich zu einer weiteren Blutuntersuchung. Das Ergebnis: negativ. Keine Borreliose-Infektion mehr nachgewiesen.

Mein Fazit

Wenn ich sagen sollte, wieviel und wann ich von Diesem oder von Jenem genommen habe, kann ich es nicht exakt sagen. Ebenso wie bei meiner Art zu Kochen, habe ich diese Tinkturen, Kräuter und Präparate rein nach Gefühl eingenommen. Aus diesem Grund ist es mir im Nachhinein auch nicht möglich zu sagen, dies oder Jenes hat mir geholfen. Es war wohl alles zusammen – eingebettet in meinem unerschütterlichen Glauben, daß ich es schaffe. Ich bin weder Arzt noch Heilpraktikerin und kann meine Erfahrungen auch nicht zum Nachahmen empfehlen. Doch was ich empfehlen möchte ist, vertraue auf deine Instinkte, dein Bauchgefühl. Schenke den Pflanzen- besonders in deiner Umgebung – etwas mehr Aufmerksamkeit. Lerne von denen, die sich ihnen verschrieben haben und sich gut auskennen und integriere in deinen Speiseplan, was du für richtig und wichtig hältst, immer nach dem Motto: deine Nahrung soll deine Medizin sein.
Die Karde und die Mariendistel nehmen seither nun auch einen Ehrenplatz in meinem Garten ein. Die Tinkturen mache ich alle selbst.
Jeden Mai (es ist bald wieder soweit) ziehe ich los und sammele mir den frischen Zistrosen Kraut Vorrat für das nächste Jahr. Das ist glücklicher Weise möglich hier, wo ich wohne. Doch ich bin mir sicher, daß auch der Tee aus Löwenzahnwurzel ähnliche Kräfte aufweist.
Diese Erkrankung hat mir Vieles offenbart. Aus heutiger Sicht bin ich sogar dankbar, daß mir das wiederfahren ist. Einmal mehr hat es mir gezeigt was möglich ist, wenn man an die Kraft der Wildpflanzen und an die Stärke der Selbstheilung glaubt. Dieses einschneidende Erlebnis stärkte mein Selbstvertrauen und auch meine Küche. Ich liebe die Wildpflanzen und Kräuter und bin extrem dankbar, daß sie uns allen kostenlos zur Verfügung stehen. Mit meinem Blog möchte ich diesem wilden Grün in Zukunft den größten Raum von allen gesunden Lebensmitteln einrichten und ihre Vorzüge und Verwendungen teilen.

Herzlichst,
signature neu

Über die Autorin:

Ich stehe für die Kraft der Liebe zum Ursprünglichen und Natürlichen und für die Wichtigkeit von einer starken Beziehung zu sich selbst, zu den Menschen, die man liebt und zu unserer Mutter Natur. Als Fachberaterin für holistische Gesundheit und Kräuterkundige freue ich mich von ganzen Herzen, Menschen auf ihrem Weg zu einer ganzheitlich natürlichen Lebensweise zu unterstützen.
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