Ab einem bestimmten Alter, meist so um die fünfzig, hat jeder von uns schon einmal etwas mit Schmerzen in dem einen oder mehreren Gelenken zu tun gehabt oder kennt Jemanden in seinem Freundeskreis, der so etwas schon erlebt hat oder gerade durchmacht…

Was ist Arthritis?

Unter Arthritis bezeichnet man kurz gesagt eine durch eine allergische Reaktion ausgelöste Entzündung der Gelenke. Rheuma ist noch weiter gefasst und beinhaltet Entzündungen von Muskeln und Gelenken, Steifheit und Schmerzen. Die meisten Menschen entwickeln, wenn sie älter werden, eine Form von Arthritis oder Rheuma, wobei die Gelenkserkrankung auch als Gelenkrheuma, Arthrose oder Gicht bezeichnet wird.
Rheuma kann auch Sehnen, Nerven oder Knochen befallen und kann sich als Ishias Syndrom, rheumatisches Fieber, Hexenschuss, Schleimbeutelentzündung, Nervenentzündung oder Myositis zeigen. Von allen rheumatischen Erkrankungen tritt die Arthritis am häufigsten auf, denn fünf von tausend Menschen der Bevölkerung sind betroffen und die Frauen dabei drei Mal so häufig wie die Männer.
Zu Beginn der Erkrankung sind meist nur wenige Gelenke entzündet, doch im weiteren Verlauf greift die Entzündung auf immer mehr Gelenke über. Aus diesem Grund wird die Arthritis auch chronische Polyarthritis genannt (griechisch: poly = viel).

Wodurch wird Arthritis ausgelöst oder begünstigt?

Hauptsächlich verantwortlich dafür sind der übermäßige Verzehr von gekochten Speisen, Süßem und Fettem. Eine andere Ursache kann auch die mangelhafte Fähigkeit sein, die Nahrung korrekt aufzuspalten. Dies ist hauptsächlich bei Magensäuremangel der Fall (siehe dazu auch den Artikel: Magensäuremangel). Besonders oft tritt rheumatische Arthritis zusammen mit Nahrungsmittelallergien auf.

Michprodukte und Weizenmehlprodukte sind hier ganz oben in der Liste der auslösenden Nahrungsmittel genannt, gefolgt von solchen, die nicht mehr vertragen werden.
Bei Menschen mit schwachem Stoffwechsel, die sich häufig von Süßem oder von Früchten ernähren, kann es dazu führen, daß nicht mehr aller Zucker in Energie umgewandelt wird, es bilden sich Säuren von den unverdauten Resten. Diese Säuren setzen Histamin im Körper frei, was zu Schwellungen und Rötungen führt. Deshalb verschlechtern sich Rheuma und Arthritis, wenn viel säurebildende Nahrung oder Fruchtsäuren konsumiert werden.

Auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren erhöhen Schmerz und Entzündungen bei Arthritis, da diese Fettsäuren in Arachidonsäure umgewandelt werden, die im weiteren Verlauf entzündungsfördernd wirken. Gegenspieler hierzu sind die Omega 3 Fettsäuren, welche man in Leinsamen, Hanf- und Krill Öl findet.

Lebensmittelunverträglichkeiten können häufig Auslöser für rheumatische Arthritis sein, ebenso wie allergische Reaktionen auf diverse eingeatmete Substanzen wie Qualm, Abgase, Chemikalien, Parfüm, Putzmittel und vieles mehr.
Die meisten Menschen, welche sich von normaler Mischkost ernähren, haben über kurz oder lang dauerhafte Nährstoffmängel. Das zeigt sich umso stärker, je mehr die Darmschleimhaut in Mitleidenschaft gezogen ist, je mehr Unverträglichkeiten zu Tage treten.

Übermäßige Beanspruchung und Übergewicht tragen auch zur Verschlechterung der Gelenkgesundheit bei. (siehe auch den Artikel: so verlierst du Körperfett)

Studien haben gezeigt, daß zum Beispiel Patienten mit Arthritis, die eine kalorienarme und fettfreie Diät durchführten, innerhalb von 7 Wochen beschwerdefrei wurden. Jedoch bei darauf folgender Rückkehr zu den alten Essgewohnheiten mit tierischen und pflanzlichen Fetten die Beschwerden innerhalb von drei Tagen zurückkehrten.
Eine andere Studie zeigte, dass der Verzehr von Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln, Paprika, Auberginen und Tomaten zu einem Anstieg der arthritischen Beschwerden führte. Das Gift Solanin ist in all diesen vorhanden, besonders in den grünen Teilen und in der grünen Paprika und grünen Tomaten.

Menschen mit Arthritis haben meist zu wenig Magensäure, um Proteine ordentlich zu verdauen. Der daraus resultierende Mangel an Aminosäuren, Vitamin B12 und Mineralstoffen führt auch noch zu einer Überempfindlichkeit gegenüber Mikroben in der Nahrung. Hier können HCL Kapseln helfen, die man zu den Mahlzeiten nehmen kann und die sich positiv auf die Enzym Aktivierung und auf die Protein Aufspaltung auswirken.

„ Der allgemein niedrige Magensäurespiegel in Kombination mit einer angeschlagenen Darmflora könnten der Hauptgrund für das erhöhte Aufkommen von Fehlernährung bei Personen mit rheumatischer Arthritis sein.“ Walter Last

Es ist daran zu denken, dass gerade bei Fehlernährung und durch die ungenügende Aufspaltung der Nahrung, sowie bei manchen Medikamenteneinnahmen gegen Schmerzen sich eine Fehlbesiedlung im Darm breit gemacht haben kann, die aus schädlichen Bakterien und Pilzen besteht. Ihre toxischen Ausscheidungen führen zu weiteren Entzündungen (der Darmschleimhaut) und das kann eine Perforation der Darmschleimhaut begünstigen (Leaky Gut Syndrom- siehe auch Artikel Candida)
Durch winzige Löcher im Darm können die Toxine ins Blut geschwemmt werden, was weitere allergische Reaktionen auslösen kann und weitere Entzündungen begünstigt. Das Blut verdickt immer mehr und die Sauerstoffsättigung lässt deutlich nach.
So führen Blutverdickung, Sauerstoffmangel, Nährstoffmangel und eine Übersättigung an Toxinen im Blut zu Krankheiten wie Bluthochdruck, Arteriosklerose, Thrombosen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Muskelschmerzen, Nierenerkrankungen, Fibriomyalgie, chronische Müdigkeit oder Demenz.

Mit zunehmendem Alter ändert sich der Status

Arthritische Entzündungen werden durch Fruchtsäure oder Essig verstärkt. Mit dem zunehmenden Alter jedoch weicht die Entzündungsneigung einer beginnenden Versteifung der Gelenke. Hier wird das Zuführen von Säuren sogar förderlich. Das liegt an der altersbedingten Veränderung des Stoffwechsels.

Zuerst kommt es zur Übersäuerung des Gewebes bei übermäßigem Verzehr von Süßem und säurelastigen Nahrungsmitteln und dadurch zu einer Ansammlung von nicht verstoffwechselten Säuren. Das führt zu Gelenkproblemen, weil ihnen und den Knochen Kalzium entzogen wird, um die Säuren zu neutralisieren.
Später verlangsamt sich der Stoffwechsel, wenn der Mensch älter wird. Nun führt Zucker eher zu Diabetes und Übergewicht. Jetzt entsteht ein Mangel an metabolischen Säuren. Die Gewebe und Flüssigkeiten um die Gelenke herum sind zu basisch, Entzündungen lassen nach, Kalzium wird um die Gelenke abgelagert und führt zu knöchernden Verstärkungen und zum Zusammenwachsen der Gelenke.

Fehlverdauungen führen zu Nährstoffmängeln. Die meisten Mängel zeigen sich im Protein, Folsäure, Zink, Vitamin B5, Vitamin C und im Cystin Status (Cystin ist eine schwefelhaltige Aminosäure, welche im Bindegewebe, Haut, Haaren und Nägeln vorkommt und besonders durch MSM oder DMSO substituiert werden könnte).

Welche Ernährung ist die Richtige bei Arthritis?

Der Kalziumentzug aus Gelenken und Knochen und Zähnen ist der Hauptgrund für Arthritis. Neben einem Mangel an Bor (Spurenelement) sind es zwei Nahrungsmittelgruppen, die zu Kalziummangel führen: Fleischprodukte und zuckerhaltige Nahrungsmittel. Je höher die Aufnahme von Fleisch u.a. tierischen Eiweißen, desto höher ist der Kalziumverlust. Ähnlich verhält es sich mit Zucker.

Ein erhöhter Magnesiumspiegel im Blut senkt den Kalziumverlust, das heißt, den Gelenken wird weniger Kalzium entzogen oder bestenfalls gar keines mehr. Bei einer ausreichenden Magnesium-Aufnahme ist es sogar möglich, dass Kalzium wieder in den Knochen und Gelenken eingelagert wird.

Zucker und Fruchtzucker erhöhen die Produktion von Harnsäure. Alkohol hat sogar noch eine stärkere Auswirkung auf die Bildung dieser Säurekristalle, besonders Bier.
Koffein und Teein sind methylisierte Purine, ebenfalls Harnsäure. Drei Tassen Kaffee pro Tag verdoppeln den Kalziumverlust, dessen muss man sich bewusst werden.

Vermeide Kuhmilchprodukte, Gluten, Weizenprodukte (außer Weizengrassaft) und anfangs auch andere glutenhaltige Lebensmittel wie Roggen, Gerste und Hafer; Süßstoffe und gesüßte Lebensmittel, Salz, rotes Fleisch, Hefe, Fett, frittierte Produkte, kommerzielle mehrfach ungesättigte Öle, Margarine oder andere stark verarbeitete Lebensmittel, oder Lebensmittel mit Konservierungsstoffen oder anderen Chemikalien und Alkohol.

Empfohlen wird viel Rohkost, grüne Blatt Salate, Sprossen und frische Gemüse- und Grassäfte.
Brauner Reis ist besser als weißer und wenn er zuvor noch eingeweicht wird, noch mehr. Gedünstetes Gemüse, wie Zwiebeln, Brokkoli, Weißkohl, grüne Bohnen oder Rote Beete. Mandeln und Avocados und Pekan- oder Erdnüsse (ungeröstet) sind zu empfehlen. Regelmäßige Rohkosttage bringen deutliche Erleichterung. Linsen, Quinoa und Hirse gehen auch, in nicht zu großen Mengen und am besten vorgekeimt. Spirulina und Moringa Blattpulver liefern eine hohe Dichte an Vitalstoffen. Blütenpollen und Keimlinge sind sehr enzymreich. Mit anderen Worten- die baseüberschüssige Ernährung ist hier eine unbedingte Voraussetzung, ebenso wie Massnahmen zur Entsäuerung.
Kräutertee´s sind basisch und wärmen. Selleriesamen helfen aktiv, Harnsäureablagerungen zu lösen.

Nichts geht ohne Nahrungsergänzungen…

Nahrungsergänzungen von Vitamin B Complex, Vitamin C (ich empfehle Camu Camu, natürlich, sehr hoher Vit. C Gehalt und Folsäure haltig)), Folsäure, Bor (siehe hier „Die Borax Verschwörung“: ein weiterer Artikel aus der NEXUS von Walter Last) und Kupfer (als Chelat) Magnesium (zum Beispiel als Magnesiumöl auf die Haut- Zechsteiner Magnesium Chlorid).

Selen, Sulfur (als MSM), Gluthation und Glucosamin (einige Gramm der Aminosäure L-Glutamin helfen die Darmwand zu heilen),ein gutes Enzympräparat (mit Papain und Bromelain) sowie Probiotika aus mindestens 10 verschiedenen Kulturen. Täglich 1-2 Tropfen Lungolsche Jodlösung (besonders gut gegen Pilzinfektionen – alles erhältlich z. Bsp. beim „Zentrum der Gesundheit“) werden ebenso empfohlen.

MSM hat entzündungshemmende Eigenschaften und soll in der Lage sein, die knorpelabbauenden Enzyme zu hemmen, so dass Arthritis im Frühstadium sogar noch heilbar sein kann.
Entzündungshemmende pflanzliche Mittel sind neben Löwenzahn, Brennnessel und Teufelskralle auch Knoblauch, Ingwer, Kurkuma und Weihrauch. Auch Propolis ist wirksam.

Um die Leberfunktion zu verbessern sind Mariendisteltinktur bzw. Kapseln sehr empfehlenswert. Bitterstoffe helfen nicht nur, die Lust auf Süsses zu hemmen, sie regen alle Verdauungsorgane wie Leber , Magen, Bauchspeicheldrüse zu einer stärkeren Sekretion an, was den gesamten Stoffwechsel stimmuliert, weil es die Aufspaltung der Nahrung verbessert.

Als Flavonoide bezeichnet man hauptsächlich gelbe, orange, rosa oder lila Pflanzenpigmente der verschiedenen Früchte und Gemüse. Flavonoide stärken die Blutkapillaren, verbessern die Absorption und Wirkung von Vitamin C, sie sind starke Antioxidantien und haben antiallergische und entzündungshemmende Eigenschaften.
Manche Flavonoide hemmen deutlich die Autoimmunreaktionen um die Gelenke. Eine gute Ernährung enthält 1g oder mehr Flavenoide täglich.
Sie sind in hohen Konzentrationen im Camu Camu und anderen Beerenpulvern, wie Aronia oder Akai in Verbindung mit natürlichem Vitamin C und Folsäure vorhanden.

Bei einer gründlichen Ernährungsumstellung finden sich vermehrt Toxine im Darm und auch im Blut, welche durch viel Trinken reinen Wassers und Einnahme von Zeolith und Chlorella gebunden werden können.

Um der Umstellung der Ernährung mit hohem Gemüse- und Rohkostanteil zum Erfolg zu verhelfen, ist es wichtig, eine Darmreinigung und Darmsanierung durchzuführen und die Gewebe schrittweise durch Entsäuerungskuren zu entlasten und die Mineralstoffpuffer wieder zu füllen.

Regelmäßige, moderate Bewegung verhindert das Steifwerden der Gelenke und transportiert die Stoffwechselschlacken über die Lymphe schneller zur Ausscheidung.

Nicht zuletzt entscheidet auch die Qualität unserer Gedanken und Gefühle darüber, wie weit unsere Genesung möglich werden kann, denn der Körper folgt dem Geist und somit geben Motivation und positive Gedanken dem Körper die richtigen Signale, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und den Stresslevel herunter zu fahren.

Eines der erfolgreichsten Mittel bei der Therapie von Arthritis ist das MSM. Dazu gibt es ausführlichere Informationen und Einnahmehinweise in meinem nächsten Artikel.

Informationsquelle für diesen Artikel :

http://www.health-science-spirit.com/arthritis.html

Weiterführende Links zu ergänzenden Artikeln :

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Über die Autorin:

Ich stehe für die Kraft der Liebe zum Ursprünglichen und Natürlichen und für die Wichtigkeit von einer starken Beziehung zu sich selbst, zu den Menschen, die man liebt und zu unserer Mutter Natur. Als Fachberaterin für holistische Gesundheit und Kräuterkundige freue ich mich von ganzen Herzen, Menschen auf ihrem Weg zu einer ganzheitlich natürlichen Lebensweise zu unterstützen.
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