Dies ist der zweite Teil des Gewürzartikels. Den ersten Teil über die acht einheimischen Gewürze findest du hier.

Die meisten der Gewürze eines Gewürzschranks oder Regals stammen aus Gegenden, wo das ganze Jahr über reichlich die Sonne scheint. So lässt das Sonnenlicht die Aromen und heilenden Wirkstoffe entstehen. Hier stelle ich dir die Gewürze aus fernen Ländern vor, welche in meiner Küche reichlich verwendet werden.

Meine zwölf wichtigsten exotischen Trocken-Gewürze:

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Kardamomkapseln

Kardamom ist eines der ältesten und teuersten Gewürze, weil man schon vor Jahrhunderten seine wertvollen kulinarischen und heilkräftigen Qualitäten zu schätzen gewusst hat. Seinen einzigartig besonderen Geschmack verdankt er den in ihm enthaltenen 25 verschiedenen ätherischen Ölen. Kardamom kann Blutdruck senken, gegen Blutklümpchen vorbeugen, Entzündungen heilen, Darmbeschwerden beseitigen und zuverlässig vor Mundgeruch schützen.

Für mich ist es einzigartig und höchst willkommen. Ich versuche Kardamom in immer mehr Gerichten zu verwenden, weil es einfach einen köstlich exotisch und sinnlichen Geschmack vermittelt. Er verträgt sich hervorragend mit Vanille in Süßspeisen oder Getränken. Doch auch in herzhaften Reis- und Gemüsegerichten asiatischer Art ist er eine wunderbare Bereicherung. Eine zerdrückte Kardamomkapsel in der Tasse Kaffee soll ihn deutlich bekömmlicher machen ( die Säure neutralisieren).

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Zimt

Zimt ist der beste Freund aller Menschen mit Blutzuckerproblemen. Er kann die Senkung der Blutzuckerspitzen bewirken, wenn er täglich in den Mahlzeiten integriert wird. So hilft Zimt außerdem den Cholesterinspiegel zu senken und somit die Risiken für Herz- Kreislauferkrankungen. Er ist pilzfeindlich, entzündungshemmend und antibakteriell. Weil er ein so vielseitig begabter Helfer und dabei auch noch so aromatisch ist, kann er sehr gern reichlich und regelmäßig in Speisen und Getränken aller Art Verwendung finden- nicht nur in süßem.

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Kurkumawurzeln bzw. Pulver

Dem Kurkuma habe ich ebenfalls eine Extraseite gewidmet, denn zu diesem Gewürz gibt es einfach so viel Gutes zu berichten, dass es nicht in diesen Rahmen passt. Du findest die wichtigsten Informationen zu Kurkuma hier.

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Pfefferkörner

Jeder Arzt und Heilkundige seit der Antike kennt und schätzt die Vorzüge des Schwarzen Pfeffers. Er stimuliert die Geschmacksknospen und regt die Verdauungsorgane zur Sekretion an. Dabei wurde auch festgestellt, dass Pfeffer die Darmpassage verringert, was Entzündungen und Verstopfungen des Darms entgegenwirkt. Schwarzer Pfeffer verstärkt die Wirkung des Kurkuma aber auch die von Medikamenten. Er hilft bei der Linderung von Arthritis, Alzheimer, Bluthochdruck oder Gedächtnisverlust.

Frisch gemahlen wirkt er auf jedem herzhaften Gericht sehr lecker und im Körper wie ein sanfter Entfacher des Verdauungsfeuers.

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Piment

Es heißt im Englischen „All spice“ und das bedeutet „alle Gewürze“. Damit drückt es aus, dass Piment ein wirkliches Duft- und Heilwirkungswunder ist, welches aus Jamaika stammt. Es enthält ca. 25 verschiedene ätherische Öle, unter anderem das Eugenol, welches auch in der  Gewürznelke vorkommt. Piment gilt als starke Antioxidans mit Blutdruck senkenden und entzündungshemmenden Eigenschaften. Es wird auch als blutverdünnender und sanfter Schmerzstiller verwendet. Piment gilt auch als pilzhemmend. Sein liebliches Aroma passt in allerlei Suppen, Pfannengerichte, Soßen, Süßspeisen oder Getränke. Es ist Bestandteil der englischen Gewürzmischung „Pumpkin Spice“ und wird somit auch häufig bei der Zubereitung von Kürbisgerichten verwendet.

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Lorbeerblätter

Auch Lorbeer ist nicht nur wundervoll aroatisch, sondern besitzt so starke antioxidative Fähigkeiten wie Resveratrol im Rotwein oder EGCG im Grüntee, denn er besitzt ca. achtzig verschiedene Wirkstoffe, die vor Krankheiten schützen – besonders vor den Auswirkungen von Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und Arthrose. Lorbeer „verdient also echte Lorbeeren“ – auch hier wird auf seinen Wert als naturheilkundliches Wirkmittel Bezug genommen. Ich habe es mir über die Zeit zur Gewohnheit gemacht, Lorbeer viel öfter und in nahezu allen herzhaften gerichten mit zu verwenden. Drei Blätter mit einer Suppe oder einem Eintopf mitgekocht, genügen, um das Gericht einer Familie zu würzen und aufzuwerten. Auch beim Dampfgaren ist er sehr wirkungsvoll. Egal ob Reis, Kartoffeln oder Wurzelgemüse, Bohnen, Linsen oder Wog, Lorbeer passt eigentlich immer und hilft unserem Körper auf seine Weise, gesund zu bleiben.

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Wachholderbeeren

Wenn es Probleme mit den Nieren gibt, ist Wachholder ein sehr gutes harntreibendes Gewürz. Da die Wachholderbeeren (die eigentlich kleine Zapfen sind) auch antibakterielle Wirkung haben, sind sie bei Blasen- und Harnwegsentzündungen das Mittel der Wahl. Aber er hilft auch bei Leberschäden und Herpesbläschen. Um Wachholderbeeren in der Küche zu verwenden, sollten sie immer zerdrückt werden. Sie passen zu allen kräftigen und stark gewürzten Gerichten wie Kraut und Kohlgerichten, Pastas und Chutneys.

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Vanilleschoten

Einst aus Mexiko stammend wird die Vanille-Orchidee heute auch in Indonesien und Tahiti angebaut. Die Vanilleschote enthält über 200 bioaktive Pflanzenstoffe. Sie galt Jahrhunderte lang als exotisches Aphrodisiakum aber heute werden besonders ihre krebshemmenden Eigenschaften untersucht.

Das schwarze Pulver aus den Schoten gekratzt findet Verwendung in allen Süßspeisen aber auch in Currys oder Chutneys, Smoothies oder Getränken.

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Cayennepfeffer bzw. Chilischoten

Die Chili zählt eigentlich zu den Paprikasorten. Sie ist einfach kleiner und sehr viel schärfer als ihre große Schwester. Neben dem Capsaicin Gehalt kann Chili auch mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen aufwarten. Chili gilt als Schmerzmittel bei Verletzungen, Arthrose oder Nervenschmerzen. Auch bei Kopf- und Nackenschmerzen hilft Chili gut. Chili hilft bei der Fettverbrennung und langfristig reduziert es die Fettzellen. Es hilft Cholesterin zu senken, und beugt Herzkrankheiten vor. Chili kann auch Geschwürbildung verhindern und bei dem Verzehr einer Mahlzeit mit Chili gewürzt wird weniger Insulin ausgeschüttet als bei der gleichen Mahlzeit ohne Chiliwürze.

Chili bildet beim Würzen immer nur den „Hintergrund“ für die Verwendung weiterer Gewürze und sollte nie alleiniges Gewürz sein. Getrockneter Chili schmeckt auch deutlich anders, komplexer als die frische Schote. Ich verwende Chili in Suppen, Currys, Pasta und zu Hülsenfruchtgerichten.

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Kreuzkümmelpulver

Der Kreuzkümmel braucht sich in der Küche nicht zu verstecken und auch kein Schattendasein führen. Er ist der Freund der Bauchspeicheldrüse und damit bei allen Blutzuckerproblemen sehr wirkungsvoll, denn er reguliert nicht nur den Blutzuckerspiegel sondern hilft der kranken Bauchspeicheldrüse zu gesunden. Kreuzkümmel hemmt den Abbau der Knochensubstanz bei Osteoporose, hemmt die Tumorbildung und wird auch bei der Behandlung von Tuberkulose verwendet.

Er ist fester Bestandteil aller Currygerichte aber passt auch wunderbar zu Aufläufen, Pfannengerichten, Suppen, Soßen oder Gewürzmischungen für Gegrilltes.

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Muskatnüsse

Die Muskatnuss ist eigentlich der Kern eines nussartigen Samens in der Frucht des Muskatnussbaumes. Ihr hoher Myristicin Gehalt – zusammen mit den anderen Phytostoffen wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel, auf die Lernfähigkeit, auf die sexuelle Lust und auch auf das Hautbild aus (Faltenreduzierung). Die Muskatnuss sollte immer frisch vor dem Verzehr gerieben werden. Dafür gibt es extra spezielle Muskatreiben oder Mühlen doch auch eine kleine Parmesanreibe kann diesen Zweck erfüllen.

Muskatnuss stammt ursprünglich aus Genada und passt mit seinem süßlich würzigen Geschmack zu vielen Kartoffel-,Kohl-, Apfel-Tomatenspeisen in Gratins und Aufläufe, Suppen , Soßen oder auch in Trinkschokolade oder Currygerichte. Sie passt perfekt in alle fetten und würzigen Gerichte.

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Gewürz Nelken

Die Gewürznelken sind die getrockneten Blütenknospen eines immergrünen Baumes aus Madagaskar und gilt als eines der stärksten Gewürze der Welt. Sie wirken stark schmerzlindernd, entzündungshemmend, antibakteriell und antiviral. Das in den Nelken enthaltene ätherische Öl Eugenol bekämpft sogar erfolgreich den Heliobacter pylori und kann so auch Magengeschwüre verhindern. Gewürznelken unterstützen bei vielen Krankheiten die Vorbeugung und Behandlung. Darunter zählen Mundschleimhautentzündung, Herpes, Thrombosen, Geschwüre oder Hepatitis C. Ihr Geschmack ist so einzig wie ihre Dominanz: von würzig über holzig bis süß variiert das Aroma.

Um Gewürznelken nach dem Kochen immer wieder leicht aus dem Gericht zu entfernen hilft es, sie entweder in eine Zwiebel zu stecken und diese mitzukochen (und am Ende mit den Nelken wieder heraus zu heben) oder die Nelken in ein Tee-Ei zu geben. Es ist nicht ratsam, sie im Ganzen in der Suppe zu „verlieren“, denn der Biss auf eine Nelke könnte schlimmstenfalls ein Stück Zahn kosten. Sie werden auch in Currys, Chutneys oder in heißen Getränken verwendet. Zermahlen darf man sie in kleinen Dosen auch süßen Speisen oder Smoothies hinzufügen.

Mit den Gewürzen darf man ruhig experimentierfreudiger sein. Sie bilden neben dem Geschmacksreichtum unsere eigentliche Medizin in einer ganzheitlich gesunden Ernährung und müssen einfach viel intensiver genutzt und gewürdigt werden.

Wie kann ich dir helfen?

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wichtiger Hinweis:

Vorschriftsmäßig weise ich darauf hin, dass viele Methoden der Naturheilkunde, der Energieheilkunde und der biologischen Medizin im streng naturwissenschaftlichen Sinne nicht bewiesen sind und deshalb von der klassischen, konventionellen Schulmedizin nicht anerkannt werden.

Die Informationen auf dieser Webseite und in den Artikeln werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschließlich als Informationsquelle für Interessierte gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Die Informationen stellen auf keinen Fall einen Ersatz für Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte oder sonstige nach deutschem Recht zugelassene Heilpersonen dar. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultiere bitte deinen Arzt oder Heilpraktiker.

 

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