Kombucha – warum ich für meine Familie zum „Alchemisten“ wurde

Ich war schon eine ganze Zeit lang auf der Suche nach einem Lebensmittel, welches den gesamten Vitamin-B Komplex enthält, pflanzlich ist und richtig gut schmeckt. Meine Kinder machten es mir dabei nicht leicht. Bierhefe mochten sie überhaupt nicht und jeden Tag grüne Gemüse?


Dafür waren sie auch nicht unbedingt zu begeistern. Sie ernähren sich zwar recht ausgewogen, spürte ich, dass sie oft unter Anspannung standen und ihre Reizschwelle oft sehr niedrig war. Der Stress in der Schule oder bei den Hausaufgaben, wenig Lust, sich im Freien aufzuhalten und Hautunreinheiten hier und da. Ich wollte etwas tun. Dann fand ich Kombucha. Kombucha2a Kombucha ist eigentlich ein japanisches Wort und bedeutet“ Algen Tee“ doch das ist etwas irreführend. Neueren Angaben zu Folge soll er eher aus dem russischen Raum zu uns gekommen sein.

Was ist Kom-bu-cha?

Kombucha ist genaugenommen eine Mischung Hefezellen, verschiedenen Bakterien und einer Pilzflechtenmembran. Diese bilden eine große Symbiose, den Kombucha-Tee Pilz, der sich jedoch nicht durch Sporen sondern durch Sprossung vermehrt.. „Füttert“ man diesen Pilz mit einem Grüntee-Zucker-Gemisch, produziert dieser Pilz nach einigen Tagen durch Gärung ein erfrischendes, probiotisches und wohlschmeckendes Getränk, welches den ganzen Körper belebt.

Er unterstützt sämtliche Entgiftungsaktionen unseres Körpers aufgrund seines hohen Gehalts an Glukuronsäure, die in einer gesunden Leber auch gebildet wird. Sie ist in der Lage, sich mit den Stoffwechsel-Abprodukten zu verbinden und schützt somit unsere Zellen vor den schädlichen Auswirkungen dieser Toxine (siehe Artikel: Haut….)

Da der Kombucha-Tee voller wertvoller Mikroorganismen steckt, können diese Ablagerungen, welche oft aus Harnsäure oder Cholesterin bestehen, in eine lösbare Form zurück bringen, so dass unser Körper sie entsorgen kann. Er hat darüber hinaus einen positiven Einfluss auf die Leber-und Darmgesundheit, denn er unterstützt deren Aufgaben. Außerdem hat er auch eine positive Wirkung auf das Drüsensystem und somit indirekt auf sämtliche Stoffwechselprozesse.

Welche Inhaltstoffe darf ich im Kombucha erwarten?

Die drei Hauptbestandteile des Kombucha Tees sind die drei Säuren, welche aus der Gärung entstehen: Glukuronsäure (eine starke Entgifungswirkung), rechtsdrehende Milchsäure (positive Wirkung auf unsere Darmflora) und Essigsäure, welche auch bei vielen Stoffwechselprozessen gebraucht wird (siehe auch positive Wirkungen des Apfelessig). Der Kombucha ist eine wahre Vitamin B-Komplex Bombe: er enthält die Vitamine B1, B2, B3, B6 und B12! sowie Folsäure (Folat) große Mengen Vitamin C, Vitamin D , E und K. Er ist auch sehr enzymreich (Interferase, Amylase u.a.) und enthält verschiedene Mineralien und Spurenelemente wie Mg, Ca, Natrium, Kalium, Mangan, Kobalt, Kupfer, Zink und Eisen sowie Suren von Koffein.

Warum trinken wir Kombucha?

Das Wertvollste an ihm ist seine rundweg positive Wirkung auf unsere Darmflora. Nicht umsonst ist der allgemeine Gesundheitszustand eines Menschen in besonderer Weise von dem guten Zustand seiner Darmbakterien abhängig. Sie schließen unsere Nahrung auf und verhindern das Überwuchern pathogener Bakterien, bauen etliche Gifte ab. Etwa 80 Prozent unseres Immunsystems sitzt in der Darmwand! Die Kulturen des Kombucha Getränks helfen durch die verschiedenen Säuren die Flora des Körpers zu regulieren. Besonders die rechtsdrehende L (+)Milchsäure heilt die Auswirkungen der Fäulnisprozesse im Darm und wirkt antibiotisch auf deren schädliche Bakterien.

Der ph-Wert des Kombucha gleicht in etwa dem physiologischen Wert unserer Darmflora, wodurch die Wiederansiedlung gesunder Darmbakterien unterstützt wird. Außerdem stimuliert Kombucha die Bauchspeicheldrüse, denn er spendet verschiedene Verdauungsenzyme, die bei der Aufspaltung der Nahrung helfen so dass somit die Verdauungsdrüsen entlastet werden. So können sich auch Unverträglichkeiten unter seiner regelmäßigen Anwendung zurück entwickeln. Er hilft kontinuierlich Stoffwechselschlacken und Ablagerungen zu lösen und zur Ausscheidung zu bringen. Sei es Leber-oder Nierengries, beginnende Ablagerungen in den Gelenken, den Blutgefäßen oder im Bindegewebe. Die Fließfähigkeit des Blutes verbessert sich, was eine generelle Durchblutungsverbesserung für alle Organe und Muskeln bewirkt, auch für die Augen.

Wir trinken unseren Kombucha Kur weise für zwei Monate, drei Mal täglich ein kleines Gläschen (ca. 50-100ml) nach den Mahlzeiten. Dann pausieren wir für 2 Monate und beginnen von vorn. Solch ein Kombucha-Teepilz-Getränk kannst du leicht selbst herstellen. Behandelst du ihn sorgsam und hygienisch, kann er dir jahrelang gute Dienste leisten.

Wegen dem im Getränk enthaltenen Zucker brauchst du dir keine Gedanken machen. Er wird fast vollständig vergoren, indem die Bakterien der Kombucha Membran den Zucker weitgehend in Säure umwandeln (Milchsäuregärung), während die Hefepilze eine Umwandlung der Zuckerbestandteile in Alkohol und Kohlendioxid bewirken. Am Ende wird der Alkohol in Essigsäure oxidiert. All dies klingt nach vielen Säuren und noch sind nicht alle organischen Säuren an sich schlecht, für ein ausgeglichenes Säure – Basenverhältnis in unserem Körper ebenso wichtig, wie die Basen.

Die Säuren des Kombucha kommen mit einem großen Potential an wertvollen Inhaltstoffen und prebiotischen Eigenschaften daher, was isolierte Säuren aus isolierten Kohlenhydraten -zum Beispiel – nicht haben. Es geht auch hier, wie immer – um die Balance. Der große positive Effekt des Kombucha besteht gerade aus der Kombination seiner enthaltenen bioaktiven Säuren. (Der Saft der Zitrone ist auch extrem sauer – er hat einen ph-Wert von etwa 3 und doch bewirkt die Zitrone große positive Veränderungen in unserem Stoffwechsel –siehe im Stoffe-Wechsel Artikel, wie die Zitrone wirkt).

Wie stelle ich das Kombucha-Getränk her?

Für einen Liter normales Kombucha-Teegetränk benötigst du einen entsprechend großen Pilz. Du kannst ihn dir online bestellen. Bevor du beginnst, stelle sicher, dass du alle Utensilien, die du benötigen wirst, heiß abgewaschen bzw. gereinigt hast. Falls du Abwaschmittel oder chemischen Geschirrreiniger benutzt, spüle bitte die Utensilien noch einmal mit klarem, heißem Wasser ab.

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Du brauchst:

• 1 fertigen Kombucha-Ansatzpilz mit Ansatzflüssigkeit ( siehe Link)

• 1 feines Gage Sieb • 1 Teekochtopf • 1 Einwegglas 1,5-2l Volumen

• 1 Essl. Bio-Grüntee

• 100g weißen Haushaltzucker oder braunen Vollrohrzucker

• 1 feines Abdecktuch/Stoffrest und 1 Gummiring

so wird’s gemacht:

Einen Topf mit einem Liter stillem Wasser zum Kochen bringen und 1 Essl. Bio-Grüntee-Blätter aufbrühen und ca. 10 min ziehen lassen. (zur Sicherheit vor Schimmelsporen sollten die Teeblätter kurzzeitig mitgekocht werden, dann ziehen lassen)

Den Tee durch ein sehr feines Gage-Sieb in das Einwegglas abgießen und 80-100g Zucker darin auflösen (es kann brauner Rohrzucker genommen werden, was den Tee dunkler verfärbt, ansonsten tut es weißer Zucker)

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Nach dem Abkühlen des Tees auf Handwärme, schüttest du die Ansetzflüssigkeit des Kombucha-Teepilzes in den Tee und lässt den Pilz hineingleiten.

Das Ansatzgefäss wird nun mit einer Mullschicht bzw. Tuch abgedeckt und dieses durch einen Gummiring fixiert. Der Kombucha muss „atmen“ können. Jetzt stellst du das Glas an einen ruhigen, warmen und hellen Ort, ohne Sonneneinwirkung.

Achte darauf, dass er keinen Erschütterungen ausgesetzt ist, nicht im gleichen Raum mit Zimmerpflanzen steht und dass in seinem Aufstellungsraum nicht geraucht wird.

Er liebt Wärme. Seine angenehmste Temperatur liegt zwischen 22und 26 Grad. Bei Temperaturen unter 14 Grad stellt er alle Tätigkeit ein, bei Wärme über 30 Grad bildet er Schleime. Nach etwa 10-14 Tagen kannst du den Pilz entnehmen und die Flüssigkeit gefiltert in Flaschen abfüllen. Dazu eignen sich am besten solche Flaschen mit Bügelverschluss oder Schraubdeckelverschluss.

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Das Kombucha-Getränk ist nun im Kühlschrank mehrere Wochen haltbar. Etwa einen viertel Liter des Getränks benutzt du nun für den nächsten Ansatz von Kombucha.

Alle Geräte werden wieder gründlich gereinigt, der Pilz in klarem Wasser mit sauberen, chemiefreien Händen abgewaschen und in die nächste Ansatzflüssigkeit entlassen. Der Kreislauf beginnt von vorn. Wenn alles gut gelaufen ist, dann wird es sehr wahrscheinlich, dass dein Ansatzpilz eine Sprossung vorgenommen hat und eine dünnere Version seines Selbst erzeugte. Ich benutze beide Pilze für den Ansatz eines neuen Kombucha-Getränks und kann somit auch die Ansatzmenge erhöhen. Anstelle von einem Liter darf ich nun 1,5-2 Liter probieren usw.

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Auf die gleiche Weise musst du auch die Tee Menge und die Zuckermenge erhöhen. Wenn du eines Tages eine Kombucha Pause einlegen willst, denn kaum ein Hausmittel ist für den Dauergebrauch geeignet, kannst du den Pilz zusammen mit der Ansatzflüssigkeit in einem leicht verschlossenem Glas (es muss etwas Luft entweichen können) in einem kalten Kellerraum oder im Kühlschrank über mehrere Monate „lagern“.

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Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Kombucha-Abenteuer 🙂

Hier ist der Link, wo du einen Qualitäts-Kombucha-Teepilz kaufen kannst:

http://original-kombucha.de/

Alle in diesem Artikel bemachten Angaben sind dazu da, dich zu informieren und neugierig zu machen, selbst weiter zu recherchieren. Sie stellen keinen Ersatz für eine ärztliche Behandlung dar.

Habe ich dir Lust gemacht, Kombucha auch einmal zu probieren? Welche Erfahrungen hast du mit Kombucha machen dürfen? Ich freue mich, mich mit dir auszutauschen.

Herzlichst,

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Über die Autorin:

2018-03-01T13:50:57+00:00

7 Comments

  1. Andrea 22. April 2015 at 14:19 - Reply

    Liebe Sylvia,
    heute habe ich zum ersten Mal „alleine“ Kombucha angesetzt.
    Der Kombucha, den wir gemeinsam angesetzt haben, schmeckt wirklich fein.
    Dank Dir für all das wertvolle Hintergrundwissen, viele feine Rezepte und auch das Umsetzen der Anleitungen in der familienfreundlichen Umgebung. Schön, wenn sich Gesundheit mit Genuss verbinden lässt!!
    Dir viel Freude im Grünen
    wünscht herzlich
    Andrea

    • Sylvia - gesundwege.com 22. April 2015 at 15:16 - Reply

      Liebe Andrea,
      vielen Dank für dein Feedback, auch mir hat das gemeinsame Kombucha bereiten viel Freude gemacht. Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem neuen Ansatz, das wird :). Herzliche Grüße Sylvia

  2. Katja 24. März 2015 at 16:00 - Reply

    Liebe Sylivia,
    dank Deines tolles workshops steht jetzt auch in meiner Küche ein großes 3 l Glas, in dem der Pilz sich hoffentlich wohl fühlt. Nach Ostern ist das köstliche und gesunde Getränk dann reif. Meine Familie ist zwar noch skeptisch, aber wenn die erstmal ein Glas getrunken haben, werden sie nichts anderes mehr haben wollen.
    Herzliche Grüße
    Katja

    • Sylvia - gesundwege.com 24. März 2015 at 21:53 - Reply

      Liebe Katja, vielen Dank! Dann drücken wir mal die Daumen, daß alles klappt ;). Herzliche Grüsse Sylvia

  3. Johanna Gahle 24. Februar 2015 at 19:20 - Reply

    Liebe Sylvia ich bin wieder gesund und werde mir jetzt den Teepilz wieder bestellen und es noch mal versuchen. Liebe Grüße von deiner Mam

  4. Andrea Giesler 23. Februar 2015 at 18:06 - Reply

    Hallo Sylvia,

    mit dem Artikel rennst Du bei mir offene Türen ein. Kombucha ist ja ein wahres Power-Paket! Ich bin beeindruckt…

    Das werde ich in den nächsten Monaten auf jeden Fall mal ausprobieren. Auch wenn ich mir das (noch) nicht so recht zutraue. Mit dem Pilz rumhantieren wird eine Herausforderung für mich… 🙂

    Liebe Grüße, Andrea

    • Sylvia - gesundwege.com 24. Februar 2015 at 23:04 - Reply

      Hallo Andrea, da wünsche ich dir viel Erfolg. Es ist gar nicht so kompliziert. Du kannst dir ja noch die Videos auf der Bestellseite ansehen. Du bekommst ganz sicher schnell den Dreh raus :). Liebe Grüsse Sylvia

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