Es gibt immer ein paar Körperzellen, die niemals in die Ketose adaptieren- die also immer von Glukose zur Energie Gewinnung abhängig sind.

Zu ihnen zählen etwa 15% des Gehirns, einige Areale der Nieren, unsere roten Blutkörperchen und auch einige Zellen des Augapfels.

Wenn wir von der Zucker Umwandlung in ATP reden, dann nennt sich dies Glykolyse und wenn wir von der Zucker Entstehung im Körper reden, dann nennt sich dies Gluko- neo- genese. Gluko bedeutet Zucker- neo bedeutet neu- und genese bedeutet Entstehung. Wir unterscheiden zwischen exogenem Zucker- das sind alle Kohlenhydrate, die wir essen und endogenem Zucker- das betrifft die Zuckerspeicher der Leber und der Muskeln.

Unsere Leber spielt eine Hauptrolle, wenn es um Zucker geht

Der Leber kommt die Hauptaufgabe zu, unsere Blutzuckerschwankungen auszugleichen und aufzupassen, dass unser Körper nicht unterzuckert. Sowohl eine Hyperglykämie (Überzuckerung) als auch eine Hypoglykämie (Unterzuckerung) könnten unter Umständen das Leben gefährden. So schützt unsere Leber unser Leben in gewisser Weise, indem sie die sensible Toleranzbreite des normalen Blutzucker Spiegels überwacht.

Sie hat etwa 400-500kcal in Form von Zucker gespeichert und dieser ist ausschließlich für den Blutzucker Ausgleich da.

Was passiert, wenn wir fasten?

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Beim Fasten nehmen wir keine kalorische Nahrung zu uns und unser Körper muss von den „Reserven“ zehren.

Innerhalb von ca. 2 Tagen ist sämtlicher Leberspeicher Zucker aufgebraucht und theoretisch müssten wir spätestens jetzt wieder essen. Dem ist jedoch nicht so. Danach beginnt die Leber aus anderen Materialien im Körper Zucker herzustellen.

Diese Materialien sind vor Allem: Laktat, Glycerol und Aminosäuren.

Laktat ist Milchsäure und entsteht aus der anaeroben Glykolyse. Anaerobe Glykolyse haben wir beispielsweise beim schweren Gewichtstraining oder auch bei einer Zuckerverbrennung außerhalb der Mitochondrien- der Gärung.

Glycerol entsteht bei der Aufspaltung von Fettmolekülen und bestimmte Aminosäuren eigenen sich besonders zur Herstellung von Glukose: Glutamin und Alanin.

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Es braucht eine bestimmte Stoffwechsel Situation für Glukoneogenese

Die Glukoneogenese läuft nur, wenn sie gebraucht wird an. Sie funktioniert nicht, indem wir besonders viel Milchsäure oder Fette aufnehmen. Sie wird durch bestimmte Hormone getriggert (stimuliert) und diese Hormone sind vor Allem: Glukagon, Noradrenalin und Adrenalin.

Das Hormon, welches Glukoneogenese stoppt ist Insulin.

Wenn wir jedoch Fasten oder einer gesunden Form von ketogener Ernährung folgen, stimulieren wir Insulin nur wenig oder gar nicht. Ist Insulin low, dann ist Glukagon high und dann startet Glukoneogenese.

Protein kickt uns nicht aus der Ketose

Insulin wird durch Kohlenhydrate und auch durch Protein stimuliert. Dennoch ist es nicht richtig, dass uns Protein aus der Ketose rauswirft- es sei denn, wir kombinieren es mit zuviel Kohlenhydraten.

Wenn wir also nach unserem Training einen Protein Drink nehmen und Insulin stimulieren, dann öffnet Insulin uns die Zellen und sowohl Aminosäuren als auch Blutzucker können in die Zellen kommen. In dem Moment muss die Leber wieder über Glukoneogenese neuen Zucker bereitstellen, um wieder genug Speicherzucker für den nächsten Zucker – Abruf zu haben.

Eine stabile Ketose bzw. Keto Adaption fördert vermehrt Fettverbrennung und Glukoneogenese

Ist sie also etwas Gutes oder Schlechtes?

Sind wir gut Keto adaptiert, stimulieren wir regelmäßig die Hormone, die auch eine Glukoneogenese auslösen.

Je besser es unser Körper gelernt hat, in die Fettzellen zu greifen, um Ketone zu bilden, desto besser kreiert er ebenso Zucker aus Fetten.

Nur bei Leuten, deren Ketose „wackelt“, die ständig raus und rein springen- weiß der Körper nicht genau, „auf welchen Stoffwechselzug er nun springen soll“ und „verlernt“ die effektive Fettverbrennung wieder.

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Wenn wir uns erinnern: Zucker muss! Aus dem Blut und wir haben nur einen sehr geringen Toleranzbereich eines „gesunden Blutzucker Niveaus“ von 80-100 mg/dl, was einem Teelöffel Zucker entspricht. Deshalb hat der Zucker bzw. die Verstoffwechselung von Kohlenhydraten immer erste Priorität.

Besser lebt es sich, wenn wir dieses Risiko der steten Blutzuckerspitzen minimieren und unseren Stoffwechsel darauf trainieren, dass er lieber die Fette in Energie und Zucker umwandelt, denn von denen besitzen wir natürlicher Weise sehr viel mehr Reserven als vom Glykogen.

Zusammengefasst:

Glukoneogenese ist etwas sehr Sinnvolles und wir sollten bemüht sein, sie zu fördern, weil sie nur dann stattfindet, wenn Insulin nicht getriggert wird und wir durch Glukoneogenese effektiver in die Fettverbrennung kommen und gleichzeitig in die Energie für alle zellen- nicht nur für die, welche Keto adaptieren können.

Eine gute Glukoneogenese bewahrt uns vor Unterzuckerung und auch davor, negative Folgen von zuviel Milchsäure zu ertragen.

Eine Glukoneogenese in einem gut Keto adaptierten Stoffwechsel schützt zuverlässig das magere Körpergewebe vor Abbau und Umwandlung in Zucker, weil der benötigte Zucker bei der Ketone Herstellung gleich mit entstehen kann.

Unser Körper ist einfach faszinierend und ich staune täglich über dieses Wunder!

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