Heute stelle ich dir  zehn der wichtigsten einheimischen Superfoods vor, welche uns mit den meisten nötigen Nährstoffen in ausreichender Menge und Qualität versorgen könnten. Es sind pflanzliche Lebensmittel mit einer besonders hohen Nährstoff- und Vitalstoffdichte. Sie sind weder teuer im Erwerb , noch ausgesprochen anspruchsvoll im Eigenanbau – falls man dazu Garten technisch die Möglichkeit hat. Integrierst du diese Lebensmittel – vorrangig roh- immer wieder in deine Ernährung, werden sie dich mit einer immens steigenden Vitalität und Regenerationsfähigkeit belohnen. 🙂

Löwenzahn:

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Der Löwenzahn ist fast das ganze Jahr über zu finden. In meinem Garten darf er sich gern ausbreiten, denn ich verwerte ihn reichlich und hier ist er völlig unbelastet. Er bringt den gesamten Stoffwechsel in Schwung, reinigt Ablagerungen in den Gefäßen, kann Nierengries lösen und belebt sämtliche Funktionen aller Organe im Körper. Er ist so vielseitig, daß er einen festen Platz in jeder Küche bekommen sollte.

Löwenzahnblätter und Blüten können roh in Salaten, Smoothies, als Saft oder klein gehackt über warme Gerichte gestreut werden. Er eignet sich auch gedünstet als „Spinat“, in Form einer Kräutersuppe, als Tee oder Kräuterpulver zum Würzen (fördert Gallefluss – Bitterstoffe).

Seine Wurzeln kann trocknen und kur mäßig als Tee verwenden. Sie eignen sich auch für einen Löwenzahntinktur Ansatz oder – braun geröstet und gemahlen als Kaffee.

Löwenzahn ist eine Kalzium Einschleuser Pflanze und eignet sich dadurch besonders für Personen mit Knochenleiden (Osteroporose, Brüchen, Zahnverfall)

Die exakten Nährwertdetails für Löwenzahn findest du  hier .

Brennnessel:

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Die Brennnessel ist mein persönlicher Favorit, denn sie ist im Überfluss erhältlich, robust und schnellwachsend, die wichtigste Pflanze zur Blutreinigung, Entschlackung und für die Vitalisierung von Leber, Pankreas, Magen, Darm und Nieren. Sie ist eine hochwertige Eisenquelle.

Vor den Nesseln braucht man sich nicht fürchten, denn im Mixer werden sie schnell klein gehackt und dann brennt nichts mehr. Wenn die Blätter in den Salat kommen, dann kann man sie zuvor mit dem Nudelholz walzen und somit „entschärfen“.

Die Brennnessel eignet sich als Grundlage für Pesto, Suppen, frisch gehackt als Beigabe zu Gaspazos, veganem Käse, Aufstrichen als Rohkost im Smoothie, Salaten, zum Pressen von Frisch-Saft in kleinen Dosen, getrocknet als Tee oder Blattpulver -zum reichlich Beigeben in verschiedene Gerichte.

Ihre Wurzelessenz unterstützt das Haarwachstum, die Jauche aus Brennnesseln nährt die Pflanzen im Garten und die Mikroorganismen im Boden.

Ihre Samen kann man gemahlen täglich 1-2 Tl essen, denn sie wirken ganzheitlich tonisierend wie auch potenzsteigernd und aphrodisierend.

Die exakten Nährwertdetails für Brennnessel findest du hier.

Brokkoli:

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Grüne Gemüse wie Brokkoli, Kohlsorten, Rucola, Kresse, Radieschen sind die scharfen Sachen, die Senföle als bioaktive Substanzen beinhalten. So ist es nachgewiesen, dass das Senföl namens Sulforaphan, das besonders in Brokkoli und Brokkoli Sprossen vorkommt, Tumorstammzellen verwundbar macht. Der Verzehr von Kreuzblütlern wie Brokkoli oder Blumenkohl kann vor Krebs oder vor Metastasen schützen, denn Brokkoli veranlasst den Körper zur Bildung von krebsbekämpfenden Substanzen.

Mit Abstand die allerbesten vor Krebs schützenden bzw. krebsvernichtenden Resultate stellten Forscher bei den Brokkoli Sprossen fest. Diese enthielten mehr als 50 mal so viel Sulforaphan als ausgewachsener Brokkoli.

Ganz besonders wichtig: Brokkoli und Brokkolisprossen möglichst sehr frisch und möglichst roh oder nur sehr schonend zubereitet essen.

Sowohl die fleischigen Blütenköpfe als auch der Stiel und die Blätter sind am Brokkoli essbar. Sprossen sind relativ einfach selbst zu ziehen: in einer Schüssel über nach einweichen, spülen und abgiessen und dann wieder feucht in die Schüssel geben. Zwei mal täglich durch das Sieb spülen und wieder in die Schüssel tun. Nach wenigen Tagen zeigen sich die Keime und nach ca. einer Woche die Sprossen.

Junge, zarte, Brokkoliköpfe können roh im Salat, im Smoothie oder in Kombination mit einem Dip gegessen werden.

Die Brokkoli Röschen sind meist fester Bestandteil in Wokgerichten. Sie können allein oder mit anderen Gemüsesorten oder Bohnen vermischt und mit feinen Soßen, Ölen, Zwiebeln, Pfeffer und Knoblauch kombiniert werden.

Die Nährwerte zu frischem Brokkoli findest du hier.

Walnüsse:

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Die Walnüsse sind in unseren Breiten überall erhältlich. Viele Leute haben sogar einen eigenen Baum und können die hohen Ernteerträge allein kaum bewältigen. Walnüsse schenken uns Omega 3 Fettsäuren, viele Mineralien und Vitamine sowie natürliches Jod.

Sie gelten als herzstärkend und cholesterinsenkend, sind sehr gut für Haut und Haare, unterstützen die Schilddrüse und sind eine gute Nerven- und Gehirnnahrung. Walnüsse helfen auch beim Knochenaufbau. Einige Nüsse pro Tag als kraftvolles, einheimisches Superfood- einfach so gegessen oder in Salate, Müsli oder Gebäck gestreut- werten unseren Speiseplan erheblich auf.

Die Nährwertdetails zu den Walnüssen  findest du hier.

Himbeeren:

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Die Himbeeren stehen hier als beliebteste Vertreterinnen der einheimischen Waldbeeren. Wir sind an Beerenfrüchte aus Wildwuchs oder Bioanbau perfekt genetisch angepasst, denn sie enthalten wertvolle Phytostoffe und wenig natürlichen Zucker. Dabei schenken sie uns reichlich Vitalstoffe, regen die Verdauung an (Ballaststoffe), nähren unsere Darmflora und stärken unsere Abwehrkräfte.

Kein noch so angepriesenes exotisches Superfood in Pulver- oder Kapselform kann uns auf die gleiche Weise beschenken, wie die erntefrischen, einheimischen Beeren.

Waldbeeren schmecken am besten roh und erntefrisch. Sie finden auch Verwendung in Salaten, Smoothies, Säften oder Desserts.

Die Nährwertdetails zu frischen Himbeeren findest du hier.

Leinsamen:

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Hier kommen einerseits die essentiellen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Leinöl zur Geltung. Diese wertvollen Ölsäuren sollen sich gesundheitlich in erster Linie auf Herz- und Kreislauf auswirken, die Konzentration des „schädlichen“ LDL Cholesterins im Blut reduzieren, den Blutdruck senken und die Verklumpung der Blutblättchen vermindern.

Ergänzt wird dies durch die Wirkung der Lignane als pflanzliche Hormone im Leinmehl. Sie wirken ausbalancierend auf den Hormonspiegel und können ungesunden Einflüssen von Hormonschwankungen entgegenwirken (z.B. Prostatabeschwerden beim Mann; Schilddrüsenprobleme, Zellwucherungen, Tumorbildung bei erhöhtem Östrogenspiegel bei der Frau). Als Antioxidantien wirken sie gegen Freie Radikale. Außerdem enthält Leinmehl wichtige Spurenelemente wie Selen (ein Schutzelement). Selen beugt altersbedingten Zivilisationskrankheiten vor und wirkt entgiftend auf den Körper.

Die Leinsamen mahle ich frisch, direkt vor dem Verbrauch, weil die enthaltenen Fettsäuren sehr empfindlich sind und schnell ranzig werden.

Für vegane Rezepte eignet sich gemahlener Leinsamen: 1 1/2 El. Leinsamen mit der doppelten Menge Wasser verrührt ersetzen beispielsweise ein Ei.

Die Nährwertdetails zu Leinsamen findest du hier.

Buchweizen:

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Der Buchweizen hat mit Weizen nichts zu tun, denn er gehört zu den Knöterich Gewächsen. In meinem Garten wächst er als „Baumspinat“ und ich verwerte auch seine grünen Blätter. Er ist reicher an hochwertigen Nährstoffen als alle Getreidearten und enthält alle acht essentiellen Aminosäuren. Sein  Chiro Inositol Gehalt, hilft den Blutzuckerspiegel zu senken (lt. Einer Studie bis zu 19%) wobei man schlussfolgert, dass eine Buchweizen reiche Ernährung das Risiko an Diabetes zu erkranken minimieren kann. Er enthält Rutin, welches Schäden an den Blutgefässen reduziert und dadurch auch Krampfadern entgegenwirkt. Gekeimter Buchweizen enthält außerdem viel Lezithin, Bioflavonoide und das Coenzym Q10.

Buchweizen eignet sich für Brote oder Brätlinge oder als Keime für Salate, in Desserts oder zum einfach so essen.

Die Nährwertdetails zu Buchweizen findest du hier.

Grünkohl:

 

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Grünkohl gehört zu den gesündesten Gemüsen überhaupt. Er hilft bei der Regeneration, spendet viel Energie und unterstützt die Entgiftung. Das Superfood ist voller Vitalstoffe und besitzt dabei nur wenig Kalorien. All seine Inhaltstoffe verbessern die Blutqualität, stärken den Knochenaufbau, senken das Cholesterinniveau, verbessern die Blutzucker – und Blutfettwerte, sorgen für eine jugendliche haut und schönes Haar. Sein hoher Antioxidantien Gehalt schützt die Körperzellen vor vorzeitiger Alterung und gilt als natürliches Antikrebs Mittel.

Grünkohl können wir in Salaten, gedämpft als Beilage, als Chips oder im Smoothie bzw. als Frischsaft genießen.

Die Nährwertdetails zu Grünkohl findest du hier.

Hanfnüsse (Samen):

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Sie gelten als optimale Eiweiß- und Fettsäure Quelle, denn sie verfügen über ein vollständiges Aminosäureprofil und die Fettsäuren im besten Verhältnis zueinander, was sie besonders für Veganer unter Anderem zu einer optimalen Proteinquelle macht. Wegen ihrer hohen Vitalstoffdichte wirken sie sich gesundheitsfördernd auf den gesamten Körper und Stoffwechsel aus, sei es die Stärkung des Immunsystems, die Verbesserung der Haut- und Haarstruktur, die Erleichterung des Muskelaufbaus oder die Förderung der Herz-Kreislaufgesundheit.

Wir können sie zu veganer Milch verarbeiten, einfach so als Proteinsnack knabbern, gekeimt als Sprossen dem Salat beimischen oder die geschälten Hanfnüsse zum Sahnedressing verarbeiten für Gemüse.

Die wichtigsten Nährwertdetails zu Hanfsamen bzw. zu Hanfnüssen findest du hier.

Gerstengras:

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Ebenso wie der Grünkohl ist das Gerstengras eines der wertvollsten Lebensmittel der Erde. Gerstengras gilt als wunderbares Lebens- und Heilmittel, weil es auf den gesamten Organismus stärkend, ausgleichend und nährend wirkt. Japanische Studien haben gezeigt, dass Gerstengras mehr Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Chlorophyll, Enzyme und Antioxidantien enthält als alle übrigen analysierten Grünpflanzen. Es ist stark basisch und kann auf natürliche Weise den Körper in die Balance zurückbringen. Gerstengras lässt sich leicht selbst „anbauen“ z. Bsp. In einem Hydrokultur-Kasten, der speziell für den Anbau von Gräsern gemacht ist. Es geht aber auch einfacher, wenn man die Samenkörner einen Tag lang einweicht und dann auf feuchte Erde leicht andrückt aber nicht bedeckt. Nach ca. 10-12 Tagen sind die Grashalme gewachsen und erntebereit. Dann kann man sie abschneiden. Klein geschnitten können sie den Salat bereichern oder man presst aus ihnen den Gerstengrassaft. Das ganze Gras enthält im Vergleich zum Saft einen hohen Anteil an Ballaststoffen, deshalb würde ich ihm den Vorzug geben.

Die wichtigsten Nährwertdetails zu Gerstengras findest du hier.

Fazit:

Für eine kraftvolle und gesunde Ernährung  wachsen auch in unserer Umgebung sehr wertvolle Pflanzen. Wenn wir uns umschauen und unseren Geschmack auf mehr Natürlichkeit „zurück trainieren“ können, werden wir diese Kostbarkeiten immer mehr zu schätzen wissen. Diese Lebensmittel können wir so frisch wie möglich essen und brauchen keinerlei Haltbarmachung und Verarbeitung vor dem Erwerb in Kauf nehmen. Auf diesem Wege profitieren wir unmittelbar von den gesunden Kräften der Vitalstoffe und helfen die Umwelt und auch unseren Geldbeutel zu schonen.

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Über die Autorin:

Ich stehe für die Kraft der Liebe zum Ursprünglichen und Natürlichen und für die Wichtigkeit von einer starken Beziehung zu sich selbst, zu den Menschen, die man liebt und zu unserer Mutter Natur. Als Fachberaterin für holistische Gesundheit und Kräuterkundige freue ich mich von ganzen Herzen, Menschen auf ihrem Weg zu einer ganzheitlich natürlichen Lebensweise zu unterstützen.
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