Als ich damals zu bloggen begann, habe ich mich ziemlich schnell auch diesem Thema angenähert, obwohl ich- selbst Betroffene- kein wirklich nachhaltiges „Rezept“ gegen Lipödem hatte.

Ich ernährte mich „gesund“, wie es die viele andere tun : biologische Lebensmittel, wann immer möglich, nicht zuviele Fette, Protein arm – oft lange Phasen von fleischfrei aber mit Milchprodukten, bevorzugte fast alles in Vollkornvariante, aß viel Gemüse und Grün, viel Obst und trank gesunde Säfte- selbst gepresst.

Ich liebte Trockenfrüchte wie Datteln und Gojibeeren, Cranberrys und Feigen. Ich aß im Sommer fast täglich Wassermelone und Ananas, im Herbst massenweise Äpfel und im Winter viele, viele Orangen für Vitamin C und Beta Carotin.

Ich trank gern Wein

und im Sommer eiskaltes Bier. Aber nicht täglich und nicht viel …doch ziemlich regelmäßig.

In meinen Dreißigern ging es mir damit auch ziemlich gut. Ich war sehr leistungsfähig, trotz der Geburt von 4 Kindern und vielen Umzügen – davon auch einige ins Ausland. Ich hatte immer einen Garten. Viele Jahre hatte ich eigene Pferde mit am Haus, um die ich mich auch noch kümmerte und arbeitete täglich 16-18 Stunden am Tag.

Meine Beine waren zwar dick und oft schwer aber nicht übermäßig – es sah immer aus, als sei ich einfach aus zwei verschiedenen Hälften zusammengesetzt.

In meinen Vierzigern zogen wir als Familie noch weiter in den Südosten und da begannen dann auch ernsthaftere gesundheitliche Probleme.

Die Frischemärkte in der Türkei bieten sehr viele Sorten Obst und Gemüse, Salate und Kräuter und ich fühlte mich wie im Schlaraffenland. Ich wollte nur noch Obst, Gemüse, Reis und Brot essen. Es war zwar sehr schwierig bis nahezu unmöglich Bioware zu bekommen, die wirklich frisch war aber ich dachte, wenn wenigstens frisch und saisonal, dann ist es gut.

Mir ging es trotz all dem Frischen immer schlechter. 

Ich begann an Gewicht zuzunehmen und startete mit Lauftrainings.

Das federte etwas ab aber stresste mich immer mehr und es gab keine Nacht, in der ich durchschlafen konnte. Mir war in der Fremde oft weinerlich, ich war oft in depressiver Verstimmung, hatte keine Lust, auf Treffen, Sight Seeing- Touren oder auf Partys. Immer öfter musste ich mittags schon schlafen, um den Nachmittag zu überstehen und fühlte mich trotzdem immer müde. Meine Beine spannten und wurden nicht nur dicker, auch delliger.

All mein Wissen und meine Ausbildungen über gesunde Ernährung halfen mir hier einfach nicht weiter.

Ich musste etwas gänzlich ausgeblendet haben. Und so war es auch!

Das erste Mal, als ich etwas über Keto gelesen habe, das war bei Prof. Dr. K. Propst, dann bei Dr. Dalke und bei beiden war ich frustriert, dass diese Veganer freiwillig auf die leckeren Früchte weitgehend verzichten wollten, um in die Ketose zu kommen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass dies ein nachhaltiges Konzept wäre. Ich würde vor Hunger sterben!

Doch meine Not drängte mich dazu, tiefer in dieses Thema einzusteigen und ….meinen Rahmen weiter zu stecken. Ich wusste, dass Amerika in Vielem viel weiter ist als wir- besonders auf dem Fitness und Anti Aging Sektor. So begann ich mich bei deren Experten in Sachen Keto umzuschauen und fing an, mir seriöse Quellen für mein neues Lernen zu suchen. Ich saugte Wissen auf wie ein Schwamm von Ärzten wie Dr. Berry, Dr. Berg, Dr. Mercola, Dr. Fung, Dr. Cabeca, Dr. Jockers und wie sie alle heißen und lernte – basierend auf dem, was ich bisher schon wusste, dass und wie ich mir selbst helfen kann.

„Ade Lipödem“

Dies sollte ursprünglich der Titel meines Buches werden, in dem ich genau diesen Weg, den ich dann gegangen bin, beschreibe.

Egal, was Andere darüber sagen, wie viele Leute der Meinung sind, das Lipödem wäre anders und „abnehmresistent“, es ist nicht wahr! Auch ein Lipödem kann auf natürliche Weise reduziert und gestoppt werden. Dazu braucht es vor Allem ein tiefgreifendes Verständnis des Konzepts von Keto und der wichtigsten Vorgänge im Körper. Doch es ist nicht nur die Umstellung der Ernährung allein.

Einen wesentlichen Teil betrifft ebenso die Verbesserung der Lebensgewohnheiten, um hier erfolgreich zu sein.

All dies fasse ich unter einem neuen „Lebensstil“ zusammen.

Mein Lipödem ist gestoppt und auf „normal“ Look reduziert aber… dies bleibt nur so, solange ich achtsam bin

Lipödem hat durch viele Entzündungen verklebte Faszien, was den Abbau von diesem Gewebe erschwert. Doch, wer glaubt, dass dies der Grund ist, weshalb man da nichts machen kann, der irrt in meinen Augen und gibt zu schnell auf.

Alles, was Entzündungen hervorruft, sollte eingedämmt werden.

Die Gesundwege Keto ist eine solche Ernährungsform und umfasst eben auch die Veränderung der Gewohnheiten.

Der Hauptgrund für Entzündungen im Körper besteht darin, dass zu viele Kohlenhydrate, zu viele Fertignahrungsmittel und zu oft Lebensmittel in schlechten Kombinationen verzehrt werden und der metabolische Stress, der dadurch erzeugt wird.

Es kommt zu Nährstoffmängeln, zu vielen freien Radikalen, die Immunabwehr wird geschwächt, Allergien können entstehen, die Verdauungsorgane schwächeln immer, Hormon -Dysbalancen bringen alles aus dem Ruder. Insulin spielt hier ebenso eine tragende Rolle wie Östrogen und Kortisol. Der Stress mit all dem und den Blutzuckerschwankungen bringt den Körper dazu, neue „Schübe“ zu kreieren.

Ödeme und Wassereinlagerungen

 Wer immer wieder Wassereinlagerungen in den Schenkeln oder im gesamten Körper hat, sollte sich auf Leber,-Nieren – und Herz untersuchen lassen. Ich hatte immer wieder Ödeme, weil auch mein Herz ( wegen des ganzen Zuckers aus der Vergangenheit) schwächelte und …ich länger brauchte, um mit den Elektrolyten klar zu kommen.

 Jeder, der High Carb gegessen hat- wie auch ich zuvor- der mag kaum Salz. In der Keto braucht man das Salz und viele andere Mineralstoffe. Bis sich das persönliche Maß einstellt, braucht es etwas Zeit und einige Versuche.

Sind die Leber oder auch die Nieren eingeschränkt, kann es sein, dass sie die Synthese bestimmter Proteine im Blut (Albumin bspw.) verhindern, dann kann es sein, dass das Blut die Flüssigkeit nicht halten kann und sie sickert in die Gewebe. Stelle sicher, du deine Leber schonst und regelmäßig entgiftest, denn sie ist unter Anderem für die Albumin Synthese verantwortlich.

Zu wenig Kalium! Wenn du nicht genügend Grünzeug zu dir nimmst, hast du keine genügend große Quelle für die Menge Kalium, die wir jeden Tag haben sollten (2500-4700 mg pro Tag).

Hier kommt der wichtigste Punkt für meinen Ketoweg: 400-500g rohes oder nur kurz gekochtes Gemüse jeden Tag und davon einen hohen Anteil an Blattgrün und Gemüse Grün.

Warum all das Grün?

Nun, entgegen der allgemeinen Keto Meinung, reicht es nicht aus, eine kleine Hand voll Blätter am Tag zu knabbern und gut ist. Die große Menge an Blattgrün und vorrangig grünem Gemüse sichert uns einen hohen Anteil an Mineralstoffen, die uns vor zu hoher Azidität bewahren. Sie spendet lebenswichtige Vitamine und stellt auch die Darmtätigkeit sicher.

Sind wir an den richtigen Stellen im Körper alkalisch, dann klappt alles besser. Wir sind weniger anfällig, wir haben mehr Energie und die Fettverbrennung funktioniert tadellos.

Aber auch unsere Hormone brauchen die ph Wert Balance, um nicht ins Trudeln zu geraten.

Das heißt jedoch nicht, auf tierische Produkte zu verzichten! Ich konnte mich nur mit Hilfe dieser Produkte aus meiner Lipödem Misere befreien, gesundes Körpergewebe aufbauen und die Hormonproduktion verbessern.

Doch es heißt, dass es auch hier wichtig ist, genauer zu schauen, wo kommen denn meine moderat konsumierten, tierischen Produkte her?

Schau dazu auch gern in meinem Artikel: Grasgefüttert

Wenn ich dich jetzt neugierig gemacht habe, fühle dich herzlich eingeladen, „(M)ein Weg aus dem Lipödem“ zu lesen und – wenn du magst- deine Meinung dazu gern zu teilen: entweder mit mir oder öffentlich hier oder auf Amazon. Ich wünsche dir viele wertvolle Erkenntnisse.

Du willst jetzt den Einstieg in die ketogene Ernährung ? Dann zögere nicht und hole dir deinen nagelneuen „Gesundwege Keto Guide.“

Hinweis:

Die Informationen auf dieser Webseite und in den Artikeln werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschließlich als Informationsquelle für Interessierte gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Die Informationen stellen auf keinen Fall einen Ersatz für Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte oder sonstige nach deutschem Recht zugelassene Heilpersonen dar. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultiere bitte deinen Arzt oder Heilpraktiker.

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